Restrisiko

1998
Videoprojektion
Betacam, 36 min, ohne Ton

Konzeption, Schnitt: Ute Richter, Ipke Starke Postproduktion: Audiovisuelles Medienzentrum
der TU Dresden

12e Bourse d'art monumental, Galerie Fernand Léger, Ivry-sur-Seine, Frankreich

www.credac.fr

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Restrisiko - die unmerkliche Bewegung in scheinbar statischen Zuständen

Für Restrisiko wurden Videobilder großstädtischer Strukturen und Medienbilder der Nachrichtenberichterstattung verwendet.

Die Beobachtung großstädtischer Strukturen mit Hilfe der Videokamera favorisiert einen individuellen, isolierten Blick, der in den scheinbar statischen Bildern Bewegungen aufspürt. Die Entdeckung der ständigen kleinen Bewegungen verstärkt das Bewußtsein, daß die Statik Veränderung in sich birgt.

Die strukturelle Versinnbildlichung der verdeckten Veränderlichkeit urbaner, medialer, technischer oder sozialer Zustände und ihr immanentes Kraftpotential ist Thema dieser Arbeit. Die Unmöglichkeit eines vollkommenen Zurückdrängens, des Einfrierens dieser Bewegung, die Unmöglichkeit absoluter Stabilität eines Systems deckt sich mit dem Restrisiko, welches das soziale Bewegungspotential für die etablierte Gesellschaft darstellt.

Textauszug von Ipke Starke, Paris, 1998